Der Hohe Meißner ist ein bis zu 753,6 m ü. NHN[1] hohes Bergmassiv im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald im östlichen Teil Nordhessens und zählt zum Fulda-Werra-Bergland im Norden des Osthessischen Berglandes.
Überregional bekannt ist der Hohe Meißner als eventuelle Heimat des Märchens Frau Holle. Großteile des Bergmassivs sind als verschiedenartige Schutzgebiete, darunter Natur- und Vogelschutzgebiete, ausgewiesen. *
Überlieferung
Im Jahr 1641 beschrieb Landgraf Hermann als erster den Frau-Holle-Teich. Im Zusammenhang mit dem Teich erwähnte er auch mehrere Sagen über Frau Holle. Damit kann ausgeschlossen werden, dass es sich bei ihnen um Erfindungen von romantischen Autoren handelt. Ludwig August Freiherr von Münchhausen besuchte im Jahr 1800 den Meißner und beschreibt den „Hollenteich“ als bloßen Wassertümpel von 40 bis 50 Fuß im Durchschnitt. Die Brüder Grimm besuchten den Frau-Holle-Teich ebenfalls im frühen 19. Jahrhundert und erwähnten ihn in ihren Deutschen Sagen. Sicher ist jedoch, dass dieser Teich weitaus älter ist, denn am Frau-Holle-Teich wurden Golddukaten aus der Zeit des Kaisers Domitian (81 n. Chr. bis 96 n. Chr.) gefunden. Ebenso wurden auch Feuersteingeräte aus der Steinzeit am Teich gefunden.
Den Sagen nach ist der Frau-Holle-Teich unendlich tief und Eingang zum unterirdischen Reich der Frau Holle. Hier soll sich ein silbernes Schloss mit Garten und vielen Blumen sowie Obst und Gemüse befinden, die sie freigiebig vor allem an Frauen und Mädchen verschenkt.

Nach einer Sage hat ein Bergmann versucht, die Tiefe des „Hollenteichs“ zu messen. Das hierzu verwendete Senkblei soll den Grund nach 65 Lachtern (entsprechen ca. 104 m bis 156 m) noch nicht erreicht haben.

Ferner wird in den Sagen erzählt, dass sich Frau Holle mittags als junge schöne Frau in der Mitte des Teichs badend zeigt. Sie soll ab und zu Reisende oder Jäger verführt oder mit ihnen Schabernack getrieben haben.

Auch galt lange der Glaube, dass aus dem „Hollenteich“ die kleinen Kinder kommen und die Seelen der Verstorbenen in seine Tiefen zurückgeführt werden. Damit hängt offenbar der Brauch zusammen, dass junge Frauen in diesem Teich badeten, wenn sie fruchtbar werden wollten.

„Sonntagskinder“, so sagt der Volksmund, können dort ab und zu ein helles Glockengeläut hören. Womöglich entstand diese Sage durch die Anwesenheit der auch Glockenfrosch genannten Geburtshelferkröte.

Weil der Frau-Holle-Teich den Sagen nach als unendlich tief gilt und er weit und breit das höchste stehende Gewässer ist, kommen die „Wasser der Tiefe“ an dieser Stelle dem Himmel so nah wie an keiner anderen Stelle in Nordhessen. Frau Holle soll nach den zahlreichen Sagen sowohl unter Wasser als auch über den Wolken wirken. Diese Verbindung von Himmel und Erde kann nach Ansicht der Germanistin Erika Timm erklären, warum sich ausgerechnet hier Sagen und Mythen über ein weibliches Numen häufen.**
Wintersport
Bei entsprechender Schneelage werden insgesamt 15 km Loipen gespurt ("Loipengebühr" 1 € - Spendendose am Loipeneinstieg). Vorhanden ist eine 1 km Schnupperrunde. Die Frau-Holle-Loipe ist eine 9 km lange klassische Rundloipe (abkürzbar auf 4 bzw. 6 km). Des weiteren findet man noch eine 5 km lange Skatingloipe (Loipenplan). Anreise per PKW bis zum großen Loipenparkplatz (kostenfrei) .
Abfahrer kommen an zwei Skiliften auf ihre Kosten, der sogenannte kleine Lift steht neben dem Naturfreundehaus, der große Lift Nahe des Berggasthofs Hoher Meißner OpenStreetMap.
Natürlich gibt es auch Rodelbahnen für den guten alten Holzrodel.

Vom Ferienhaus Anneke ist der hohe Meißner in kurzer Zeit erreichbar und stellt ein lohnendes Tagesziel dar.
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vgl.
*   http://de.wikipedia.org/wiki/Hoher_Mei%C3%9Fner
** http://de.wikipedia.org/wiki/Frau-Holle-Teich

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